bewegung

1977

Gewalt gegen Frauen! Das private ist politisch. Wir, eine Gruppe von 40 engagierten Frauen erkämpfen die Einrichtung eines ersten autonomen Frauenhauses für misshandelte Frauen und ihre Kinder in Hamburg.

1982

Frauengruppe gegen internationale Bevölkerungspolitik, Hamburg. Wir recherchieren zu Familienplanungsprogrammen in den Ländern des Südens, zur Geschichte der Debatte um Überbevölkerung und machen mit Veranstaltungen, Diskussionen, Aktionen, Publikationen das Thema »Internationale Bevölkerungspolitik« in der Öffentlichkeitsarbeit bekannt. Wir vernetzen uns mit anderen Gruppen. Mit einer kollektiv erarbeiteten Ton-Diaserie, gehen wir auf Tour und zeigen unsere Bild-Text Montage vor vielen Gruppen, die sich für das Thema interessieren. Die Ton-Diaserie trägt den Titel: Sterilisationsimperialismus. Eine Politik gegen Frauenkörper.

1984

findet in Amsterdam der erste internationale Kongreß zu diesem Thema statt: Unter dem kämpferischen Slogan: POPULATiON CONTROL. WOMEN SAY NO! Women decide! vernetzen sich Frauen aus der ganzen Welt, um sich gegen die Kontrolle westlicher Industrieländer und ihre bevölkerungspolitischen Projekte zu wehren.

Danach leite ich zum ersten Mal einen internationalen Medien-workshop im Rahmen eines Austauschprogramms für Frauen aus Ländern des Südens, das ISIS / Women in action, Genf organisiert hat. Die Frauen fotografieren, entwickeln Fotos, und stellen eine Ton-Diaserie her.

1984 – 85

Wir drehen wir in Thailand den Dokumentarfilm: Die Glücksspirale. Vom Gewinn kontrollierter Fruchtbarkeit. Der Film zeigt die Situation von Frauen im Nordosten Thailands, dem Isaan, wo Tapioka für den Export angebaut wird. Dort wird unter dem Slogan »Many children make you poor« seit mehr als 10 Jahren Familienplanung propagiert. Wer sich dort z.B. sterilisieren läßt oder mit der Dreimonatsspritze, der Pille oder mit Kondomen verhütet, darf an Projekten teilnehmen, die von der Familienplanungsorganisation angeboten werden: man kann dann z.B. günstige Darlehen bekommen, oder Unterstützung für den Bau eines Wassertanks oder Ferkel, die bis zur Vermarktung durch die Organisation großgezogen werden müssen. Die besten Angebote erhalten Frauen, die bereit sind, sich sterilisieren zu lassen.

1986

Der Verleih Matthias Film organisiert eine Tournee mit dem Film »Glücksspirale«. Wir zeigen ihn unterschiedlichsten Gruppen in vielen Städten in Deutschland und Österreich. Der WDR strahlt den Film 1985 unter dem Titel »Der Traum vom Glück« aus.

1991

Beginn einer mehrjährigen Mitarbeit bei FINRRAGE, dem Feminist International Network of Resistance against Genetic Engineering and Reproductive Technology.

Teilnahme an vielen internationalen meetings und Konferenzen:
Peoples Perspectives on Population, Comilla, Bangladesch, 1993; in Rio de Janeiro, Brasilien 1991

Wir starten die Internationale Kampagne: Stopp Antifertility Vaccines…

…viele Aktionsworkshops in verschiedenen Ländern folgen: in Helsinki, Finnland 1992; in Ottawa, Kanada 1995; in Neu Delhi Indien, 1994; im Genarchiv in Essen, im Women´s Global Network for Reproductive Rights in Amsterdam.

Im Rahmen dieser Kampagne drehen wir 1991 den Film Antikörper gegen Schwangerschaft in Mumbai, Neu Dehli, Baroda, Heidelberg, Genf.

1996

Zusammenarbeit mit der Filmemacherin Shameem Akhter in Dhaka, Bangladesch. Wir filmen in verschiedenen Projekten vor Ort, die mißhandelten Frauen Schutz bieten. Präsentation der Arbeit in einem Seminar des Goethe Instituts in Dhaka, Bangladesh.

1997 – 2000

Bangladesch. Dreharbeiten für einen Dokumentarfilm über landlose Frauen im Süden des Landes, die sich organisiert haben und auf Inseln im Fluß für ihr Recht auf Land kämpfen.

1998 – 2005

Ausstellung und Präsentation der Filme »Glücksspirale«, »Antikörper gegen Schwangerschaft« und »Passion Recherche« in einer Veranstaltungsreihe: Zwischen den Filmen / Pillen, Planer und die Zukunft des Planeten. Veranstaltet wird die Diskussionsreihe zu Bevölkerungspolitik vom Filmarchiv Frauen FAF und dem Hamburger Filmbüro.

2004

Ausstellung der schwarz-weiss Fotos: Ich sehe viele Feinde vor meinen Augen in den Räumen des Bangladesh Peoples Solidarity Centers in Amsterdam; im Gemeindehaus am Michel, Hamburg; im Museum der Arbeit; in den Räumen des Kulturforums Altona und der Spielbörse Neue Große Bergstrasse, Hamburg.